Smart Basic: Die neue Mitte

Wir sehen es unter anderem an den Trading-up-Tendenzen im Discountbereich – sei es der Lebensmitteleinzelhandel oder die Bekleidungsbranche. Man erkennt zunehmend, dass das Billigheimer-Image nach der Geiz-ist-geil-Welle eine Politur vonnöten hat. Die Politur wird gewiss von Fall zu Fall mit unterschiedlichen Werkzeugen ausgeführt: Der eine sorgt für eine erhebliche Niveau-Steigerung am Point-of-Sale durch gehobene Ausstattung und ausgefeilte Ladendramaturgie. Der andere nennt sich schlicht und ergreifend „Qualitätsdiscounter“ und kommt als bunte Retail-Bank daher.

Auch eine prosperierende Hotelkette wie „Motel One“ ist alles andere als eine „Billigabsteige“. Wir bezeichnen diese neue Mitte als „Smart Basic“-Anbieter, die zwar günstig, aber lange noch nicht „billig“ daher kommen. Sie haben erkannt, dass der Konsument zunehmend Mehrwert jenseits des Schnäppchens verlangt: Stress-Reduktion, Sinn, ansprechendes Interieur und eine nachfrageorientierte Antwort der Händler auf gefüllte Schubladen, überladene Regale und vollgestopfte Keller. Denn Marktsättigung ist nicht die Folge der gegenwärtigen Wirtschaftskrise, sondern mitunter eine ihrer Ursachen.

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